Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

Folsäure - ein Vitamin zur Prävention von angeborenen Fehlbildungen

Durch das Vitamin Folsäure können schwerwiegende Fehlbildungen vermieden werden!

Etwa 3-5 Prozent aller Neugeborenen kommen mit einer angeborenen Fehlbildung zur Welt. Zu diesen schwerwiegenden Defekten gehört auch der unvollständige Verschluss der Wirbelsäule, der als Neuralrohrdefekt bzw. "offener Rücken" bezeichnet wird und etwa bei einem von eintausend Neugeborenen auftritt.

Innerhalb der Entwicklung ist für das Ungeborene die Zeit der Organogenese in den ersten Wochen der Schwangerschaft entscheidend. Durch eine rechtzeitige zusätzliche Einnahme des Vitamins Folsäure können nachweislich Fehlbildungen, wie z. B. Neuralrohrdefekte, minimiert werden. Rechtzeitig bedeutet hierbei, mindestens vier Wochen vor Eintritt der Schwangerschaft Folsäurepräparate einzunehmen und dies bis zum vollendeten ersten Drittel der Schwangerschaft fortzuführen.

Folsäure bzw. Folat ist ein wasserlösliches Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine. Der Name leitet sich von dem lateinischen Wort folium (das Blatt) ab.

Grundsätzlich wird zwischen den Begriffen Folat und Folsäure unterschieden:

Folat bzw. Folsäure ist als Coenzym an verschiedensten Stoffwechselprozessen beteiligt. Auf Grund der Funktion bei der DNA- und RNA-Synthese sind Folate bedeutend für die Zellteilung sowie die Blutbildung. Weiterhin sind sie am Abbau von Homocystein beteiligt.

Der durchschnittliche Folsäurebedarf von gesunden Jugendlichen und Erwachsenen beträgt 400 µg pro Tag. Bei Schwangeren und Stillenden erhöht sich der tägliche Bedarf an Folsäure auf 600 µg auf Grund der vermehrten Syntheseleistungen. Da die Deckung des erhöhten Bedarfs über die normale Ernährung kaum realisiert werden kann, wird Ihnen die zusätzliche Einnahme von 400 µg Folsäure pro Tag in Form von Supplementen empfohlen.

Internationale und nationale Studien belegen, dass zu wenig Frauen rechtzeitig zusätzlich Folsäure einnehmen, um Fehlbildungen vorzubeugen. Ursächlich dafür sind vor allem unzureichende Kenntnisse über die präventivmedizinische Bedeutung dieses Vitamins im Verlauf einer Schwangerschaft. Auch in Sachsen-Anhalt machen nur sieben Prozent der Frauen Gebrauch von dieser einfachen Form der Vorsorge, da sie meistens erst bei der Feststellung der Schwangerschaft über die präventive Wirkung von Folsäure informiert werden.

Weiterführende Informationen auf unserer Website...

... und bei externen Institutionen

Letzte Änderung: 16.02.2017 - Ansprechpartner: Webmaster
 
 
 
 
Kontakt
Cornelia Vogt
Sekretariat

0391-67-14174

monz@med.ovgu.de
 
 
 
 
 
Logo FacebookBesuchen Sie uns auf Facebook!