Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

Fetale Alkoholspektrum-Störung (FASD)

Nur ein Schluck …
… das kann das Leben Ihres ungeborenen Kindes nachhaltig schädigen!


09.09.2014 -  FASD awareness day

FASD 

Alkohol in der Schwangerschaft kann bei Ihrem Kind zu einem fetalen Alkoholsyndrom führen. Der Alkoholmissbrauch beeinträchtigt die Entwicklung des Ungeborenen (körperliche und geistige Schädigung, Verhaltensauffälligkeit) dabei stellt das Fetalen Alkoholsyndrom (FAS) das Vollbild der Störung da. Es können folgende Probleme auftreten: Minderwuchs, Untergewicht, zu kleiner Kopf (Mikrozephalie), Gesichtsveränderungen, geistige und motorische Entwicklungsverzögerung, Verhaltensstörungen, Intelligenzminderung, organische Schädigung (angeborene Herzfehler, Nierenfehlbildungen), Skelettfehlbildungen. Aber auch wenn die Kinder zum Geburtszeitpunkt unauffällig erscheinen kann der Alkohol während der Schwangerschaft zu einer bleibenden Schädigung am Gehirn des Ungeborenen geführt haben die erst im Laufe des Lebens sichtbar werden. Dabei können unterschiedlich stark ausgeprägten Entwicklungsstörungen, intellektuelle Beeinträchtigungen, Störungen der Kognition und des Verhaltens sowie Einschränkungen in Teilleistungen beobachtet werden. Diese Diagnose Fetale Alkoholspektrum Störung (FASD) wird nicht immer erkannt.

Die Störung bewirkt aber Alltagseinschränkungen im Bereich der schulischen und beruflichen Ausbildung  Auffälligkeiten des Sozialverhaltens und der Emotionen. Sie werden leicht zum Aussenseiter. Wenn der Zusammenhang mit der FASD nicht erkannt wird bleibt die richtige Diagnosestellung aus. Eine gezielte Förderung erfolgt nicht. Die Biografie der Betroffenen ist oft nachhaltig unwiederbringlich beeinträchtigt.

FASD ist nicht ein spezielles  Problem von Suchtfamilien, sondern betrifft alle Gesellschaftsschichten. Es gibt Untersuchungen die Zeigen dass bis 30% der Frauen während der Schwangerschaft Alkohol trinken.  Es besteht keine lineare Beziehung zwischen konsumierter Alkoholmenge und klinischen Schweregrad der Schädigung des Ungeborenen. D.h. es kann kein „Schwellenwer“ definiert werden unter dem ein unbedenklicher Alkoholkonsum möglich ist. So weisen Untersuchungsergebnisse darauf hin, dass Größenwachstum und Intelligenz des Kindes bereits unter Alkoholmengen leiden, die für nicht-schwangere, gesunde Frauen als weitgehend unbedenklich gelten.

Wenn Du Schwanger bist: Trinke keinen Alkohol!
Wenn Du Alkohol trinkst: Werde nicht schwanger!

Schwangere Frauen trinken besser keinen Alkohol, das ist und bleibt die beste Empfehlung.
Letzte Änderung: 27.07.2015 - Ansprechpartner: Webmaster
 
 
 
 
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